Die Möglichkeiten des Internets – Teil 1

Das Internet bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, um regional und global miteinander zu kommunizieren. Vom Versenden elektronischer Nachrichten bis zum Datenaustausch zwischen verschiedenen Rechnern, selbst wenn sie ganz unterschiedliche Systeme haben, vom Steuern eines Rechners vom heimischen PC aus bis zum Schwarzen Brett, an dem man Mitteilungen weitergeben kann. Dann sei noch die Internettelefonie, das Internetradio und Internetfernsehen,, Video-Stream, Lifeübertragungen via Internet, der Aufbau von sozialen Netzen und als Neustes das Twittern als Microblogging genannt. Überhaupt entwickelte sich das Internet durch Web 2.0 in den letzten Jahren enorm. Als nächstes findet das Auslagern von Software und Anwendungen aus dem eigenen Rechner ins Internet statt. Die Entwicklung des Netbooks ist dazu schon ein erster Schritt.

Im Folgendem sollen erst einmal einige der älteren Dienste betrachtet werden. Dann wenden wir uns den weiteren Möglichkeiten zu.

Kommunikation per Emails

Emails (electronic-mail) dienen dazu, daß die Internet- bzw. Netzwerkteilnehmer miteinander kommunizieren können. Hierbei können nicht nur Texte, sondern jede Form von Daten (binäre Dateien) mit verschiedenen Hilfsprogrammen übertragen werden. Durch die Vielseitigkeit in der Datenform und besonders durch seine hohe Geschwindigkeit ist die elektronische Post eine der effizientesten Kommunikationsmethoden unserer Zeit. Sie ist aber leider nicht die sicherste, denn es können auch Emails verloren gehen oder nicht richtig übertragen werden. Das kann viele Ursachen haben. Einer der größten Fehler ist der häufige Wechsel der Email-Adresse. Email-Adressen erkennt man am @-Zeichen (at). Jede Adresse ist einmalig auf der Welt.

Die Funktionsweise der Übertragung ist einfach: Es wird ein Text an eine (weltweit eindeutig und einmalig vergebene) ‘Internet-Adresse’ meist in Sekundenschnelle übertragen. Dieser Email können beliebig viele Dateien als Anlage beigefügt werden, die als solche (wie auch die Email selbst) vom Adressaten weiterverarbeitet werden können. Als Anlagen können die verschiedensten Dateien (Dokumente, Grafiken, Bilder, Programme usw.) versandt werden.

Emails werden immer mehr im HTML-Format empfangen und dargestellt. So können zusätzlich zu Texten auch multimediale Elemente eingesetzt werden. Sonderfunktionen wie Bestätigung der erfolgreichen Überstellung und Angaben über den Zeitpunkt, zu dem die Email vom Adressaten gelesen wurde, runden diesen Internet-Dienst ab. Leider funktioniert das nicht bei allen Browsern und Online-Diensten.

Eine Besonderheit ist die Einrichtung automatisierter Verteilerlisten (Mailing-Listen), bei der die angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer automatisch jede Email erhalten, die an die zentrale Verteileradresse gesandt wird. Mit diesen automatisch generierten ‘Rundbriefen’ ist eine schnelle und umfassende Information möglich, wobei die Aufnahme in den Verteilerkreis auch kontrolliert erfolgen kann (z.B. für organisationsinterne Informationen). So ist der Aufbau von Newsletters und Diskussionsforen per Email möglich. Entweder man erstellt über eigenen Webspace und entsprechender Software solche “Verteilerlisten” oder man verwendet dazu kostenlose Dienste dies es überall im Internet zufinden sind. Sehr wichtig ist natürlich auch die Möglichkeit, empfangene Nachrichten im eigenen System zu bearbeiten, zu ergänzen und dann weiterzusenden. Manche Hoster und Content-Managment-System bieten den Newsletterversand über die eigene Webseite mit an. Oft erfolgt die Installation solcher Systeme autmatisch.

Studien haben festgestellt, daß die Spontanität von Versender von Emails sehr viel höher ist als bei anderen Kommunikationsverfahren. Diese Tatsache sollte unter allen Umständen im innerkirchlichen und innerbetrieblichen Bereich genutzt werden, da sie, wie auch auftretende Synergieeffekte, die Kreativität der Einrichtung nur fördert. In vielen kirchlichen Bereichen hat sich die Kommunikation per Email durchgesetzt.

FTP – damit kommen die Webseiten ins Netz

FTP steht für “File Transfer Protocol”. Durch FTP ist die Übertragung ganzer Dateien möglich. Dies ist vom Server zum Client wie auch umgekehrt möglich. So sind bestimmte Internet-Rechner eingerichtet (sog. FTP-Server; von file transfer protocol), die über öffentlich zugängliche oder durch Paßwort geschützte Bereiche verfügen können. Dort ist das Downloaden und das Uploaden von Dateien und Programmen möglich.

Dieser Dienst erlaubt das Abspeichern von Dateien auf diesem FTP-Server bzw. das Kopieren von Dateien des FTP-Servers auf den eigenen Speicherträger. Dadurch ist z.B. ein schnelles Downloaden von Software oder Grafiken und anderes, das einen großen Datenumfang hat, möglich. Auch die eigenen Webseiten werden durch FTP auf den Server up- bzw. vom Server downgeladen. Dazu ist ein Login mit Benutzerkennwort und Passwort notwendig.

Zur Übertragung von Dateien sind FTP-Client-Programme erforderlich. Sie sind meistens als Freeware- oder Opensource-Programme erhältlich. Aber manchmal lohnt sich wegen des Funktionsumfanges auch der Kauf zu einem moderaten Preis.

Telnet

Durch Telnet ist die Fernbedienung eines ausgewählten Internet-Rechners vom eigenen Rechner aus möglich. Besonders wichtig ist das, wenn man z.B. einen virtuellen Server hat. So können alle Funktionen und Programme auf diesem Rechner ausgeführt werden. Oder es werden z. B. Datenbanken nach bestimmten Kriterien durchsucht (z.B. Kataloge von Bibliotheken) oder anspruchsvolle Rechenoperationen auf leistungsfähigen Großrechnern durchgeführt.

Beim Telnet-Dienst kann man auf andere im Netz befindliche Rechensysteme zugreifen und dort Operationen durchführen. Dabei ist das Besondere, daß man so nicht mehr alle Anwendungen und Applikationen lokal zur Verfügung haben muß, sondern sie z.B. über’s Netz global nutzen kann. Dabei stellen unterschiedliche Hardwaresysteme kein Problem dar, weil alle Telnet-Versionen sich nach außen hin gleich verhalten und daher mit allen Hardwaresystemen kooperieren.

Als Telnet-Server können alle Rechner fungieren, die einen vollständigen und ständigen Internetzugang besitzen. Dabei ist verständlicherweise ein Großteil der Rechner durch Paßwörter geschützt sein, so daß nur ein bestimmter Personenkreis auf sie zugreifen kann.

Dieser Dienst ist für das Betreiben einer Kirchengemeinde-Webseite nicht notwendig und wird meistens nur von Spezialisten genutzt.

Newsgroups

Die News bzw. Newsgroups sind öffentliche Kommunikationsforen, die (abhängig vom jeweiligen Provider, d.h. nicht jeder Provider läßt alle Newsgroups zu) allen Internet-Nutzerinnen und -Nutzern zur Verfügung stehen.

Sie verlieren aber immer mehr an Bedeutung, weil immer mehr Kommunikationsforen über das WWW genutzt werden. Letztere lassen sich einfacher nutzen und ihre Möglichkeiten sind größer und komfortabler.

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